Compliance: Sicherer Hafen statt sicher im Häfn?

22.01.2016

Rechtsanwalt Christopher Schrank,  Partner bei Brandl & Talos, Rechtsanwälte GmbH informierte auf Einladung der BKS Bank, wie Klein- und Mittelunternehmen ihre Wettbewerbschancen mit Compliance verbessern können. Umgekehrt zeigte er auch, wie rechtswidriges Verhalten einem Unternehmen dauerhaft Schaden kann.

Der Elektronikkonzern Samsung musste vor wenigen Wochen wegen illegaler Preisabsprachen in Österreich eine Kartellstrafe von 1,05 Mio. Euro zahlen. Weltweit beschäftigen sich zahlreiche Gerichte mit dem Abgasmanipulationen des VW-Konzerns. Dies sind nur zwei von vielen Beispielen, bei denen Rechtsbrüche dem Unternehmen einen hohen finanziellen Schaden und Imageverlust gebracht haben.

 

„Auch wenn Medien zumeist nur von größeren Verfehlungen berichten, sind auch Klein- und Mittelbetriebe vor Schäden nicht gefeit. Es gibt laufend Veränderungen bei Gesetzen. Oft ist die Umsetzung von Neuregelungen mit hohen Investitionen für den Betrieb verbunden. Ich denke da beispielsweise an die Registrierkassenverordnung oder die Barrierefreiheit“, so BKS Bank-Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer. Um den Kärntner Unternehmern zu zeigen, wie sie solche Fallstricke vermeiden können, hatte die BKS Bank mit Christopher Schrank einen Compliance-Experten zu Gast. Unter dem Titel „Compliance: Sicherer Hafen statt sicher im Häfn“ informierte er zahlreiche Gäste in der BKS Bank-Zentrale in Klagenfurt.

 

Mitarbeiter wollen Unternehmen Vorteile verschaffen
„Rechtlich korrekt zu handeln ist nicht nur Sache des Unternehmers. Oft werden Gesetzesverstöße auch von Mitarbeitern begangen, die denken, dem Unternehmen dadurch Vorteile zu verschaffen. So gilt es mancherorts als Kavaliersdelikt, wenn dem Kunden etwas mehr verrechnet wird als in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgesehen ist. Allerdings wird mit solchen Maßnahmen immer das Gegenteil erreicht“, betonte Christopher Schrank, Partner bei Brandl & Talos Rechtsanwälte GmbH in seinem Vortrag die Bedeutung der Einführung eines Compliance Management System (CMS). Neben verärgerten Kunden ist in solchen Fällen mit entsprechenden Strafen zu rechnen.

 

Rechtsverstöße sind kein Kavaliersdelikt
Schrank zeigte den Unternehmern, wie sie auf einfache Art und Weise feststellen können, ob sie compliancekonform handeln: „Lehnen Sie sich zurück und fragen Sie sich: "Handle ich innerhalb des rechtlichen Rahmens?". Schon wissen Sie, was Compliance eigentlich bedeutet. Unter diesen Begriff fallen alle Regeln, die Sie als Unternehmer vielleicht gar nicht kennen, aber einhalten müssen. Neu am CMS ist aber, dass rechtskonformes Handeln als eigener Wert gelebt wird und die Mitarbeiter dies auch verstehen.“ Er gab den Unternehmern zahlreiche Tipps mit, wie sie ihre Mitarbeiter entsprechend motivieren können.

 

Compliance als Basis für den guten Ruf
Gastgeber und BKS Bank-Vorstandsmitglied Dieter Kraßnitzer erklärte, dass Compliance im Bankensektor enorme Bedeutung habe. Die BKS Bank arbeitet seit Jahren an einem umfassenden Compliance Management System. Sie schult ihre Mitarbeiter intensiv mit Präsenzschulungen und E-Learnings. Auch personell wurden die mit Compliance-Themen befassten Abteilungen in den vergangenen Jahren maßgeblich verstärkt. „Eine hochentwickelte Compliance-Kultur und –Organisation ist ein Schutzschirm für das Image eines Unternehmens. Sie wird vom Kunden oft als hohe Business-Ethik wahrgenommen. Und der gute Ruf einer Bank ist natürlich wettbewerbsentscheidend“, sagt Kraßnitzer.

 

Über die Chancen und Herausforderungen von Compliance diskutierten die Gäste noch lange am Buffet.

 

Foto (Elke Schwarzinger, honorarfrei abdruckbar):
BKS Bank-Vorstandsmitglied Dieter Kraßnitzer und Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer informierten mit Christopher Schrank und Ernst Brandl, beide Partner bei Brandl & Talos Rechtsanwälte GmbH, über Compliance

 

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