BKS Bank im dritten Quartal mit operativem Geschäft zufrieden

27.11.2020

Die börsenotierte BKS Bank konnte die Bilanzsumme seit Jahresbeginn um 8,1 % auf 9,57 Mrd. EUR deutlich ausbauen, die Primäreinlagen lagen erstmals über der 7-Milliarden-Euro-Schwelle.

BKS Bank-Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer: „Höhen und Tiefen in der Geschäftsentwicklung”

„Die letzten Wochen waren für uns alle mit vielen Höhen und Tiefen verbunden. Über die Sommermonate hat sich die Wirtschaftslage etwas verbessert. Die Arbeitslosenzahlen sind gesunken, viele Unternehmen haben wieder verstärkt Aufträge erhalten und zahlreiche inländische Tourismusdestinationen waren mit der Nächtigungssituation zufrieden. Heute befinden wir uns inmitten des zweiten Lockdowns, der für viele Unternehmen wieder große Umsatzeinbrüche zur Folge haben wird. Diese Höhen und Tiefen wirken sich naturgemäß auch auf die Geschäftsentwicklung der BKS Bank aus”, erklärt Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer.

Als sehr zufriedenstellend sieht sie die Entwicklung der wichtigsten Bilanzkennzahlen. „Unsere Bilanzsumme von 9,57 Mrd. EUR lag deutlich über dem Niveau zum Jahresende 2019 (+8,1 %)”, so Stockbauer. Der Zuwachs ist maßgeblich auf den signifikanten Anstieg der Barreserve (+338,5 Mio. EUR) zurückzuführen, auch bei der Kreditnachfrage und im Einlagenbereich gab es erfreuliche Zuwächse. 

Primäreinlagen auf Rekordniveau
„Bei den Primäreinlagen haben wir mit 7,1 Mrd. EUR (+ 7 %) erstmals die 7-Milliarden-Euro-Schwelle überschritten. Wir sehen dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge. So freuen wir uns sehr über das große Vertrauen, dass uns unsere Kunden auch in Zeiten wie diesen entgegenbringen. Allerdings sind für  kurzfristige Veranlagungen bei der EZB negative Zinsen in der Höhe von 0,5 % zu entrichten”, berichtet Stockbauer.

1,5 Mrd. EUR an Neukreditvolumen vergeben
Die Neugeschäftsproduktion in den ersten neun Monaten und insbesondere im 3. Quartal entwickelte sich sehr zufriedenstellend. „In Österreich und auf unseren Auslandmärkten haben wir über 1,5 Mrd. EUR an neuen Krediten vergeben. Einen besonders erfreulichen Zuwachs verzeichneten wir bei den Wohnbaufinanzierungen, die um 6,6 % oder 73,0 Mio. EUR auf 1,2 Mrd. EUR zugelegt haben”, sagt die Vorstandsvorsitzende. Dies zeigt, dass die Beratungsexzellenz der BKS Bank von ihren Kunden sehr geschätzt wird und wurde jüngst auch wieder durch eine Auszeichnung bestätigt. 

Testsieg bei Beratung zu Immobilienfinanzierung
„Bereits zum dritten Mal in Folge wurden wir von der Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und dem Magazin trend zum Testsieger für die beste Immobilienberatung gekürt”, freut sich Herta Stockbauer über den Seriensieg. 

Rund 1.200 Kredite gestundet
Der Stand der Kundenforderungen vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen lag Ende September mit 6,6 Mrd. EUR um 2,8 % im Plus. Darin enthalten sind auch Überbrückungsfinanzierungen in Höhe von 123,2 Mio. EUR, die die BKS Bank in den vergangenen Monaten ihren Firmenkunden gewährt hat. Darüber hinaus wurden rund 1.200 Stundungen mit einem Volumen von 28,3 Mio. EUR eingeräumt.

Rückläufiger Periodenüberschuss
Die Corona-Pandemie und die schwachen Zahlen der voestalpine AG wirkten sich insbesondere im ersten Quartal dämpfend auf die Ergebnislage aus. So ging das at Equity-Ergebnis um 20,9 Mio. EUR zurück. Auch die spektakuläre Pleite der Commerzialbank Mattersburg belastete das Ergebnis mit einer zusätzlichen Dotierung der Einlagensicherung in der Höhe von 1,4 Mio. EUR. Im Jahresabstand ging daher der Periodenüberschuss von 66,6 Mio. EUR auf 37,9 Mio. EUR zurück. Das dritte Quartal war jedoch das beste Quartal bislang im Geschäftsjahr 2020.

Kräftiges Plus im Provisionsgeschäft
„Im operativen Geschäft freuen wir uns sehr, über einen leichten Anstieg des Zinsüberschusses auf 102,1 Mio. EUR. Coronabedingt wurde aber für einen zu erwartenden Anstieg beim Kreditrisiko vorgesorgt. Der Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorge kam so bei 80,0 Mio. EUR zu liegen. Erfreulich verlief das Provisionsgeschäft. Wir konnten den Provisionsüberschuss um 7,4 % auf 47,1 Mio. EUR ausbauen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete das Wertpapiergeschäft, denn viele Anleger nutzten die Volatilität der Märkte, um ihr Depot neu auszurichten”, so Stockbauer.

Strategisch gut auf Kurs
Trotz der vielen Herausforderungen, die das Jahr 2020 bislang mit sich brachte, konnte die BKS Bank in den vergangenen Monaten viele Erfolge erzielen:

  • So ist mit BKS Bank Connect die digitale Bank in der Bank seit dem Sommer aktiv. Sie konnte bereits eine beachtliche Neukundenzahl verbuchen und ist eine wertvolle Ergänzung zum Filialnetz. 
  • Das Angebot digitaler Produkte wurde um Leasingfinanzierungen und das Fondssparen erweitert.
  • Anfang November wurde in Zagreb die vierte Filiale der BKS Bank in Kroatien eröffnet.
  • Mit dem „Natur&Zukunft-Konto“ wurde ein nachhaltiges Kontomodell auf den Markt gebracht, mit dem die BKS Bank in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Kärnten die Aufforstung eines von einer Sturm- und Brandkatastrophe zerstörten Schutzwaldes in Bad Eisenkappel/Železna Kapla unterstützt.
  • Der im Herbst aufgelegte Green und Social Bond konnte jeweils innerhalb kürzester Zeit platziert werden.
  • Die Umwandlung der Vorzugs- und Stammaktien wurde erfolgreich abgeschlossen.
  • An den Nachhaltigkeitsbericht der BKS Bank wurde beim Austrian Sustainability Report eine Auszeichnung vergeben. 

Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr
Der Ausblick auf das Gesamtjahr ist und bleibt schwierig. „Die vor kurzem publik gemachten ersten Erfolge bei der Entwicklung einer Corona-Impfung sehe ich sehr positiv. Bis allerdings die Impfung vorliegt und eine entsprechende Durchimpfung in der Bevölkerung erreicht ist, werden wir nicht zur alten Normalität zurückkehren können. Dies betrifft auch die Wirtschaftslage. Zwar gab es im dritten Quartal in den USA und Europa ein deutliches Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt, für das vierte Quartal zeichnet sich aber bereits wieder eine Konjunkturabkühlung ab. Die tatsächliche Entwicklung wird stark davon abhängen, 

  • wie lange die in vielen Ländern aktuell herrschenden Lockdowns aufrecht bleiben, 
  • ob weitere Lockdowns erforderlich sein werden und 
  • wie gut die vielfältigen Unterstützungsmaßnahmen der Regierung und EU greifen.“

Herausforderung Klimawandel nicht vergessen
Sie ergänzt: „Als wichtiges konjunkturbelebendes Instrument sehen wir die Investitionsförderprämie, die von vielen Unternehmern gut angenommen wird. Mit ihr werden auch Investitionen initiiert, die einen Beitrag zur Bewältigung der zweiten große Herausforderung für die Gesellschaft leisten: den Klimawandel. Auch wenn derzeit alle Aufmerksamkeit auf der Bekämpfung von COVID-19 liegt, dürfen wir die Folgen der globalen Erwärmung nicht außer Acht lassen.“ 
 
Link: Zwischenbericht zum 30. September 2020

Foto (Arnold Pöschl, honorarfrei abdruckbar)