BKS Bank mit guter Geschäftsentwicklung

25.11.2022

Die BKS Bank blickt auf eine erfreuliche Entwicklung des operativen Geschäfts zurück und kann im Privat- und Firmenkundensegment deutliche Ergebnissteigerungen vorweisen. Die Bilanzsumme blieb konstant, bei den Krediten gab es wiederum ein Wachstum zu verzeichnen.

Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank Foto: @Gernot Gleiss

Nach einem dynamischen Start zu Jahresbeginn änderten sich die konjunkturellen Bedingungen durch die zahlreichen geopolitischen Unsicherheiten und die hohe Inflation enorm. Diese gingen auch an der BKS Bank nicht spurlos vorüber. Sehr zufrieden zeigt sich Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer dennoch mit der Entwicklung des operativen Geschäfts: „Dieses entwickelte sich trotz des herausfordernden Marktumfeldes erfreulich. So wurde im Provisionsgeschäft zum 
30. September 2022 ein Plus von 6,4% auf 53,3 Mio. EUR erzielt. Im Zinsgeschäft wirkt sich die Abkehr von der Null- und Negativzinspolitik positiv aus - das Zinsergebnis vor Risikovorsorge legte um 3,7% auf 
106,8 Mio. EUR zu. Sowohl im Firmen- als auch im Privatkundengeschäft konnten wir das Segmentergebnis deutlich erhöhen. Der Periodenüberschuss im Firmenkundensegment von 64,9 Mio. EUR übertraf den Vorjahreswert um 4,7 Mio. EUR, jener im Privatkundengeschäft von 
4,5 Mio. EUR erhöhte sich signifikant um 47,1%.“

Dass die BKS Bank zum Ende des 3. Quartals keine Steigerung des Periodenüberschusses berichten kann, ist vor allem auf Sondereffekte zurückzuführen, wie die Vorstandsvorsitzende erläutert: „Der Rückgang des Periodenüberschusses nach Steuern auf 46,8 Mio. EUR beruht im Wesentlichen auf drei Faktoren: Zum einen hat die Oberbank AG bekanntgegeben, dass sie mit einem empfindlichen Ergebnisrückgang im dritten Quartal 2022 rechnet. Demzufolge ist das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen von 31,7 Mio. EUR auf 22,8 Mio. EUR zurückgegangen. Ein weiterer Grund lag in der Entwicklung des Ergebnisses aus finanziellen Vermögenswerten/-Verbindlichkeiten, das zum Stichtag ein Minus von 9,0 Mio. EUR aufwies. Die Volatilität an den Börsen und die rasch steigenden Zinsen sind dafür verantwortlich. Darüber hinaus haben wir im dritten Quartal die Kreditrisikovorsorgen kräftig angehoben (+8,1 Mio. EUR), da wir durch die sich eintrübenden Konjunkturaussichten mit steigenden Insolvenzen in den kommenden Monaten rechnen.“

Verwaltungsaufwand steigt bislang moderat
Der Verwaltungsaufwand von 97,9 Mio. EUR lag per 30. September 2022  nur um 2,0% über dem Vorjahresvergleichswert. Wie viele andere Unternehmen auch, erwartet die BKS Bank 2023 einen deutlichen Anstieg bei den Energiekosten. „Als nachhaltige Bank haben wir schon früh begonnen, uns mit dem Thema erneuerbare Energie zu beschäftigen. Mittlerweile decken wir über 67 % unserer Gesamtenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen. Wir beziehen Ökostrom, setzen auf Fernwärme bzw. Erd- und Luftwärmepumpen und betreiben bereits vier Photovoltaikanlagen. Mit diesen haben wir in den letzten Jahren rund 335 MWh Sonnenstrom erzeugt und 84,6 t CO2 eingespart. Drei weitere Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 39,4 kWp befinden sich in Errichtung. Diese werden unseren CO2-Ausstoss um weitere 4,7 t CO2 pro Jahr reduzieren“, sagt Stockbauer. 

Kredite wachsen um 3,0 %
Die Bilanzsumme von 10,6 Mrd. EUR blieb auf dem Vorjahresniveau. „Die Forderungen an Kunden stiegen im Vorjahresvergleich um 4,7 % auf 
7,2 Mrd. EUR. Mit diesem Wachstum sind wir sehr zufrieden, In unseren in- und ausländischen Marktgebieten haben wir seit Jahresanfang rund 1,5 Mrd. EUR an neuen Finanzierungen vergeben. Allerdings spürten wir in den vergangenen Wochen eine zurückhaltendere Kreditnachfrage. Dies ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Unternehmer schieben aufgrund steigender Energie- und Personalkosten sowie aufgrund des zu erwartenden Konjunkturrückgangs Investitionen auf. Bei Privatkunden haben die steigenden Zinsen und die KIM-VO (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen Verordnung) die Aufnahme von Wohnbaufinanzierungen deutlich erschwert. Diese reglementiert die Kreditvergabe für Immobilienfinanzierungen mit festgelegten Beleihungs- oder Schuldendienstquoten seit Anfang August und wirkt sich vor allem auf jüngere Kunden nachteilig aus“, erklärt die Vorstandsvorsitzende. 

BKS Bank-Emissionen gut nachgefragt
Bei den Primäreinlagen verzeichnete die BKS Bank in den letzten Jahren einen Rekordstand nach dem anderen. Dieser Trend scheint vorerst
vorüber zu sein. Ende September 2022 erreichten die Primäreinlagen 
8,0 Mrd. EUR und lagen damit leicht unter dem Stand zum Jahresende 2021. Bei den Kunden weiterhin hoch im Kurs stehen die eigenen Emissionen der BKS Bank, wie der vor kurzem emittierte Sustainability Bond*, mit dessen Emissionserlös ein Gesundheitszentrum in energieeffizienter Bauweise in St. Pölten errichtet wird. Der Sustainability Bond kann in jeder BKS Bank-Filiale gezeichnet werden.

Verhaltener Ausblick
„Tragfähige Prognosen für das verbleibende Geschäftsjahr 2022 und darüber hinaus zu erstellen, erweist sich derzeit als schwieriges Unterfangen“, so die Vorstandsvorsitzende. „Wir sind mit enormen Unsicherheiten konfrontiert, insbesondere auch die geopolitische Situation ist schwer einschätzbar. Die Konjunkturprognosen lassen wenig Positives erhoffen. Als gesichert gilt, dass die kommenden Monate sehr herausfordernd sein werden. In unseren Prognosen zur weiteren Geschäftsentwicklung gehen wir davon aus, dass die Kreditnachfrage in den nächsten Monaten sinken wird und höhere Kreditrisikovorsorgen zu erwarten sind. Auch die volatilen Börsen und die nach wie vor steigende Inflation werden sich voraussichtlich ergebnisdämpfend auswirken. Positive Effekte sehen wir durch die steigenden Leitzinsen, die sich günstig auf den Zinsüberschuss auswirken werden. Trotz aller Herausforderungen: In unserer 100-jährigen Geschichte sind wir schon mehrmals vor großen Umbrüchen gestanden. Wir haben immer wieder aufs Neue bewiesen, dass wir auch mit Krisen gut umgehen können. Dies wird uns auch diesmal gelingen.“

*Disclaimer

Die Angaben in dieser Pressemitteilung dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Anbot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Anleihe, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Ausschließliche Rechtsgrundlage für das beschriebene Produkt stellt der veröffentlichte Basisprospekt der BKS Bank AG vom 15.06.2022 einschließlich aller Nachträge sowie der veröffentlichen endgültigen Bedingungen inklusive Zusammenfassung dar, die auf der Homepage der Emittentin www.bks.at unter der Rubrik Investor Relations / Anleiheemissionen abrufbar sowie in den Geschäftsstellen der BKS Bank AG, 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, während üblicher Geschäftszeiten kostenlos erhältlich sind. Die Bewilligung des Basisprospekts durch die zuständige Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung neben Chancen auch Risiken birgt. Wir empfehlen Ihnen, den Basisprospekt zu lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potentiellen Risiken und Chancen einer Investition einschätzen zu können. Die BKS Bank AG hat ein Interesse daran, dass Kunden die von ihr emittierten Anleihen erwerben. Der Erwerb solcher Anleihen könnten im Abwicklungsfall zu einer gesetzlichen Verlustbeteiligung („Bail-in“) des Anlegers führen. Informationen dazu finden Sie unter www.bks.at/glaeubigerbeteiligung. Für diese Anleihe besteht kein Schutz durch die gesetzliche Einlagensicherung. Nähere Informationen zu weiteren Unterschieden zwischen Anleihen und Bankeinlagen sind auf der der Website der BKS Bank AG unter www.bks.at/mifid-ii verfügbar.