Großes Aktionärsinteresse an der 80. ordentlichen Hauptversammlung der BKS Bank

08.05.2019

In der 80. ordentlichen Hauptversammlung der BKS Bank AG beschlossen die Aktionäre unter anderem die Ausschüttung einer Dividende von 0,23 EUR je Aktie. Erneut in den Aufsichtsrat gewählt wurden Heimo Penker und Franz Gasselsberger. Der Antrag auf eine Sonderprüfung aller seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

Foto Zentrale (Gernot Gleiss, honorarfrei abdruckbar): Die Hauptversammlung fand in der BKS Bank-Zentrale in Klagenfurt statt.

Foto Zentrale (Gernot Gleiss, honorarfrei abdruckbar):
Die Hauptversammlung fand in der BKS Bank-Zentrale in Klagenfurt statt.

Bei der 80. ordentlichen Hauptversammlung in der Konzernzentrale in Klagenfurt waren laut Angaben der BKS Bank so viele Aktionäre anwesend wie noch nie zuvor. Ausgelöst wurde das große Interesse vor allem durch einen von der UniCredit Bank Austria AG und ihrer Tochter CABO Beteiligungsgesellschaft m. b. H. eingebrachten Antrag zur Durchführung einer Sonderprüfung aller von der BKS Bank seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen. Dieser Antrag sorgte im Vorfeld der Hauptversammlung für Verwunderung und zahlreiche Reaktionen.

Große Unterstützung durch Aktionäre bereits im Vorfeld
„Sie können sich vorstellen, dass die Zeit, seit wir den Antrag auf Sonderprüfung erhalten hatten, für uns sehr fordernd war. Plötzlich stand ein völlig neues Thema im Fokus der Hauptversammlung, das unseren ausgezeichneten Geschäftserfolg im Jahr 2018 und im ersten Quartal 2019 völlig in den Hintergrund zu drängen drohte“, sagte BKS Bank-Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer. „Für uns war von Anfang an klar, dass die von UniCredit bemühten Argumente juristisch nicht haltbar sind. Die Unbedenklichkeit der wechselseitigen Beteiligungen innerhalb der 3Banken-Gruppe wurde über die Jahrzehnte regelmäßig und umfassend jeweils durch die angesehensten Rechtsexperten geprüft und zuletzt im Rahmen der Umsetzung des Bankenregulierungspakets Basel III neuerlich bestätigt. Dennoch mussten wir uns mit vielen Rechtsfragen detailliert beschäftigen. Was uns aber laufend Rückhalt gab, waren die Anrufe vieler Aktionäre, die der BKS Bank unmittelbar nach den ersten Medienberichten ihre Unterstützung ausgesprochen haben. Unsere Aktionäre können genauso wenig wie wir die Vorgangsweise der UniCredit Bank Austria AG verstehen“, so Stockbauer weiter: „Das Unverständnis entstand auch deshalb, weil sich UniCredit bzw. ihre Vorgängerbanken an fast allen Kapitalerhöhungen beteiligt haben und ihr die Beteiligungskonstruktionen seit Jahrzehnten hinlänglich bekannt war.“

Antrag auf Sonderprüfung mit großer Mehrheit abgelehnt
Sie freue sich sehr, dass der Antrag heute mit großer Mehrheit von der Hauptversammlung abgelehnt wurde: „Unser Dank gilt den Aktionären für das Vertrauen in unser Haus. Wir sehen dies als Auftrag, unsere verantwortungsbewusste Geschäftspolitik als österreichische Bank unbeirrt fortzusetzen. Die BKS Bank handelt regional, trifft Entscheidungen rasch, kundennahe und vor Ort“, betonte die Vorstandsvorsitzende. „Aus unserer Sicht sind die Argumente der UniCredit Bank Austria juristisch nicht haltbar. Aber natürlich kosten uns die Differenzen Zeit, die wir lieber für die unsere Kunden und die operative Arbeit aufbringen würden.“In einem kurzen Pressefoyer im Anschluss an die Hauptversammlung zeigte sich auch Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Burtscher zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis. „Ich gehe davon aus, dass der von der UniCredit Bank Austria auch in der Bank für Tirol und Vorarlberg AG eingebrachte Antrag auf Sonderprüfung in der Hauptversammlung am 16. Mai abgelehnt werden wird“, zeigte sich Burtscher überzeugt.


Die wichtigsten weiteren Beschlüsse der Hauptversammlung

  • Dividendenausschüttung
    Die Hauptversammlung beschloss, die Dividende konstant bei 0,23 EUR je Aktie zu halten. Damit schüttet die BKS Bank rund 9,9 Mio. EUR an ihre Aktionäre aus.
  • Aufsichtsrat
    Die Satzung der BKS Bank sieht vor, dass jährlich mindestens zwei Mitglieder des Aufsichtsrates wieder- bzw. neugewählt werden. Wenn kein Aufsichtsratsmitglied durch Zeitablauf ausscheidet, entscheidet das Los, wer aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Daher stand bei der 80. ordentlichen Hauptversammlung Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank AG, zur Wiederwahl, obwohl dessen Funktionsperiode eigentlich erst 2020 geendet hätte. Er wurde, ebenso wie Heimo Penker, erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Mit diesen Bestellungen blieb die Frauenquote im Aufsichtsrat konstant bei 35,7 % und liegt damit, wie schon seit vielen Jahren, über der in Österreich geforderten Quote von 30 %.
  • Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
    Alle Vorstandsmitglieder wurden für das Geschäftsjahr 2018 von der Hauptversammlung entlastet. Die Mitglieder des Aufsichtsrates, mit Ausnahme eines Mitglieds, wurden ebenfalls entlastet.
  • Wahl des Wirtschaftsprüfers
    ​​​​​​Für das Geschäftsjahr 2019 wurde die KPMG Austria GmbH, Klagenfurt, gewählt. Für die EU-Zweigstelle in Bratislava (BKS Bank AG, pobočka zahraničnej banky v SR) wurde die KPMG Slovensko spol. s.r.o., Bratislava, für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 als Wirtschaftsprüfer bestellt

Über die BKS Bank
Die BKS Bank beschäftigt über 1.100 Mitarbeiter in 63 Filialen in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Per 31.12.2018 erwirtschaftete sie mit einer Bilanzsumme von 8,4 Mrd. EUR einen Jahresüberschuss von 77,4 Mio. EUR nach Steuern. Sitz der BKS Bank ist Klagenfurt, sie notiert seit 1986 an der Wiener Börse. Erst vor wenigen Tagen gab die BKS Bank bekannt, dass der Periodenüberschuss des ersten Quartals 2019 voraussichtlich um rund 29 % über dem Vergleichswert des Vorjahres liegen wird. Die endgültigen und geprüften Zahlen für das erste Quartal 2019 wird die BKS Bank AG voraussichtlich am 24. Mai 2019 veröffentlichen.