Eine Hommage an Christine Lavant

06.12.2023

Die neue Kulturdokumentation „Christine Lavant – Wie pünktlich ist die Verzweiflung“, ist ein berührendes filmisches Dokument über die außergewöhnliche Kärntner Lyrikerin. Als Förderin von Kunst und Kultur lud die BKS Bank in Kooperation mit Graf Film Kunden und Partner zur exklusiven Filmvorführung.

Zum Start des Filmabends gabs heiße Maroni.
Zum Start des Filmabends gabs heiße Maroni. V.l.n.r.: Arnold Mettnitzer, Danielle Proskar, Herta Stockbauer, Nikolaus Juhász, Edgar Unterkirchner. Foto:©Johannes Puch
 

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„Christine Lavant war eine faszinierende und außergewöhnliche Frau. Ihre Stärke und ihre besondere Gabe, Texte mit hoher Intensität zu erschaffen, sind einzigartig, zeitlos und berühren unsere Herzen. Die Kulturdokumentation, die wir Ihnen heute zeigen werden, ist eine gelungene Hommage an Christine Lavant und es freut mich sehr, Ihnen diesen wunderbaren Film in Kooperation mit Graf Film präsentieren zu dürfen“, so Gastgeberin Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, die gemeinsam mit Klaus Graf den Filmabend im großen Veranstaltungssaal der BKS Bank-Zentrale in Klagenfurt eröffnete. 

Ebenso anwesend war Produzentin Livia Graf-Bechler: „Das sprach- und bildgewaltige Konzept von Danielle Proskar machte uns schnell klar, dass wir einen tiefergehenden Blick auf Christine Lavant bekommen werden. Mit Gerti Drassl als Lavantdarstellerin und Sprecherin ihrer Texte sowie mit Edgar Unterkirchner als Komponist sahen wir dann die idealen Rahmenbedingungen der Dokumentation komplettiert. Gemeinsam mit dem ORF als Koproduzent und der VAM, der CFC und dem Fernsehfonds Austria konnte die Dokumentation Anfang 2023 realisiert werden. Wir freuen uns sehr diese besondere Dokumentation den BKS Bank-Kunden in einem exklusiven Rahmen vorführen zu dürfen“. 
 
Literarisch-musikalische Reminiszenzen
Durch den Abend führte der bekannte Theologe, Psychotherapeut und Buchautor Arnold Mettnitzer. „Christine Lavant ist eine Person, die bereits von Kindesbeinen an Bekanntschaft mit dem Teufel der Krankheit gemacht hat. Aus diesen tiefen Erfahrungen sind unglaublich dichte Werke entsprungen. Mitunter das Schönste, was die deutsche Literatur zu bieten hat“, so Arnold Mettnitzer, der auch zum Diskurs über die Person Christine Lavant und über die Filmproduktion lud. Mit dabei waren Regisseurin Danielle Proskar, Produzentin Livia Graf-Bechler sowie der Musiker Edgar Unterkirchner, der die Filmmusik komponierte und den Abend mit seinen eigens dafür entwickelten Kompositionen begleitete. 

Auch an Ingeborg Bachmann wurde an diesem besonderen Kulturabend gedacht. Kärnten ist bekanntlich ein guter Nährboden für die Literatur. So wird in diesem Jahr neben dem 50. Todestag von Christine Lavant auch dem 50. Todestag von Ingeborg Bachmann gedacht. Im Rahmen des Filmabends wurden von Arnold Mettnitzer ausgewählte Gedichte der Autorin vorgetragen und von Edgar Unterkirchner musikalisch kommentiert.

Über den Film  
Das Filmporträt „Christine Lavant – Wie pünktlich die Verzweiflung ist“ ist eine Koproduktion von Graf Film und ORF. Regisseurin Danielle Proskar zeichnet das Leben der gebürtigen Kärntnerin anhand zahlreicher persönlicher Briefe und Gedichte sowie Interviews mit Expertinnen und Experten ebenso wie mit Menschen aus dem familiären Umfeld Lavants nach. Die Schauspielerin Gerti Drassl verleiht darin Christine Lavant beeindruckend Gestalt und Stimme. Gefördert wurde die Produktion von Fernsehfonds Austria, Carinthia Film Commission / Land Kärnten Kultur und VAM.

Portrait Christine Lavant 
Die Lyrikerin wurde am 4. Juli 1915 in Großedling bei St. Stefan im Lavanttal geboren. Geboren als Christine Thonhauser trug sie nach ihrer Hochzeit den Namen Christine Habernig. Ab 1948 verwendete sie den Namen Lavant als Pseudonym. Christine Lavant zählt zu den bedeutendsten großen Namen der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Lavants unverwechselbare poetisch kraftvolle Lyrik zeugt ebenso wie ihre herausragende Prosa von der existenziellen Zerrissenheit einer vom Schicksal geprüften Frau. Für ihre Gedichtbände wurde Christine Lavant vielfach ausgezeichnet. Sie starb im Alter von nur 58 Jahren, nach einem von Krankheit geprägten Leben, in Wolfsberg.